Die Holzäppel
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Die Geschichte des KV

„Die Holzäppel“

Original Holzäppelbaum vor der Holzäppelhalle

 

Es war im Februar des Jahres 1970, als anlässlich einer Kappensitzung der Kleinblittersdorfer „Rebläuse“ in der neuen Bübinger Festhalle ein Gespräch zwischen den Bübinger Bürgern Heinz Jochem, Erich Görg und Gerhard Altpeter ein Gespräch stattfand, dass man so etwas doch auch in Bübingen fertig bringen müsste.

 

So kam es dass recht schnell eine Gründungsversammlung einberufen wurde, um einen Karnevalsverein zu gründen. Am 6.5.1970 war es dann so weit. 24 Freunde des Karnevals trafen sich in der Bübinger Festhalle und gründeten formell den Karnevalsverein „Die Holzäppel“ e.V. Bübingen.

 

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Bereits im Juni und September des Jahres wurden erfolgreiche Großveranstaltungen durchgeführt und bereits 6 Wochen nach der Gründung hatte der Verein über 100 Mitglieder und war einer der mitglieder- stärksten Vereine im Ort.

 

Im November 1970 startet man in die Session 70/71 und begeisterte während zweier Galakappensitzungen in der ausver-kauften Festhalle das Publikum.

 

Dieser Trend setzte sich während der nächsten Jahre fort und neben den Kappensit-zungen wurden die alljährlichen Maskenbälle, Tanz- und andere gesellige Veranstaltungen des Standbein des Vereins. Auch wurde versucht die Kirmes nach altem Brauch wieder zu beleben. Der Kirmesumzug wird auch bis heute jährlich von den Holzäppeln mit Erfolg veranstaltet.

 

Leider war es so, dass sich im Laufe der Jahre zwischen verschiedenen Gruppen Empfindlich-keiten bildeten, die dem Verein sehr schadeten. Beim Tod des damaligen Präsidenten Heinz Lahmann 1980 waren die Mitgliederzahlen des Vereins stark rückläufig und vor der Jubiläumssession, war die Lage nicht gerade rosig.

Am 25.4.1980 wurde Joachim Boudier als Nachfolger in das Präsidentenamt gewählt. Unter seiner Leitung gelang es dank aktiver Mitgliederwerbung und durch komplette Umgestaltung und Neubesetzung des Vor- standes den Verein zu stabilisieren und wieder auf eine Erfolgsspur zu bringen.  

 

In dieser Zeit gelang es auch Harry Just als Organisator und verantwortlichen für die Dekoration der Festhalle zu gewinnen. Harry war bei der Telefilm Saar als Bühnen-architekt tätig und hier auch verantwortlich für die Ausstattung und Dekoration bekannter Fernsehunterhaltungssendungen. Sein Können und Gestaltung der Festhalle, mit künstlerisch gemalten Dekorationen, machte die Holzäppel in der Folgezeit im großem Umkreis bekannt für seine herrlichen Bühnenbilder und Hallendekoration.

 

Diese Art der aufwändigen und bewunderten Dekoration hat sich bis heute fortgesetzt. Heute nur in modernerer Form und mit anderen Mitteln.

 

In der Folgezeit nach 1980 gelang es, mit gelungenen Großveranstaltungen während des Jahres den Verein weiter zu stabilisieren , die Mitgliederzahl weiter zu steigern und dem Verein einen angesehenen Platz im Kreis der Bübinger Vereine, darüber hinaus bei den übrigen Karnevalsvereinen und bei den verantwortlichen in der Stadtverwaltung Saarbrücken zu sichern.

In dieser Zeit hatten wir auch mit, Liesel Mischalck, die einzige weibliche Elferrats- präsidentin des Vereins. 

 

Unvergesslich, in diesem Zusammenhang, ist das Sommerfest auf dem Hundedressurplatz in Bübingen, wo bei einem Rekordbesuch von 400 Gästen, abends ständig der Strom ausfiel und wir mit Kerzen beleuchten mußten.

Aufgrund der Anstrengungen, die alle Mitglieder in den Folgejahren unternahmen, wuchs dieser Trend weiter und führte dazu, dass im Jahr 1992 in unserer 22-jährigen Jubiläumssession,  Überlegungen angestellt werden mußten, 3 statt wie bisher 2 Galakappensitzungen in der Session durch-zuführen.

Diese Jubiläumsveranstaltung war für 3 Jahre die letzte Veranstaltung, die wir in der Festhalle durchführen konnten.

Im Sommer, mitten in den Vorbereitungenzu der nächsten Session, wurde den Bübingern mitgeteilt, daß die Festhalle ab sofort, von der Stadt, als Asylbewerberheim genutzt werden soll.

Der Verein bemühte sich um ein Ausweichquartier und wurde bei der Lebenshilfe Obere Saar fündig. Nach Absprache konnte deren großer Speiseraum für die Karnevalssitzungen genutzt werden. Dieses Ausweichquartier war leider nur beschränkt für Veranstaltungen dieser Art geeignet, und so begann das Besucher-interesse zu sinken. In den Sessionen 1992/93 und 93/94 sanken die Besucher-zahlen drastisch und es war nur eine Frage der Zeit, wann das Ende des Vereins vor der Tür stand.

Im Herbst 1994 dann der überraschende Hoffnungsschimmer. Die Halle wurde überraschend wieder geräumt und stand leer. Sofort begann der Vorstand Pläne zu schmieden über die zukünftige Nutzung der Halle. Pläne die Halle gemeinsam mit anderen Bübinger Vereine von der Stadt zu übernehmen und gemeinsam zu nutzen schlugen leider fehl. Noch im Herbst 1994 begann die Vereinsführung Gespräch über die alleinige Nutzung der Halle mit dem damaligen OB, Hajo Hoffmann. Diese Gespräche verliefen so positiv, dass die Stadt noch im Herbst mit dem erforderlichen Rückbau begann und auch der Verein seine Vorbereitung innerhalb der Halle (Beleuchtung, Beschallung etc.) für die Session 1994/1995 durchführen konnte. Aufgrund großer Anstrengung wurde die Halle noch rechtzeitig fertig und die Sessions-veranstaltungen konnten in der Halle stattfinden. 

Von der Bevölkerung wurde der Umzug und die Anstrengungen des Vereins honoriert und die Sitzungen waren total ausverkauft.

Nach der erfolgreichen Session wurden nun in Ruhe die Feinheiten des Übernahmevertrages mit der Stadtverwaltung besprochen und die Umbauarbeiten fertiggestellt.

Am 5.5.1995 dann war es dann soweit. Mit einer großen Einweihungsfeier feierte der Karnevalsverein den offiziellen Wiedereinzug zusammen mit dem OB Hajo Hoffmann, der zusammen mit dem Ehrensenator Heinz Schubert vor der Halle einen Holzappelbaum pflanzte.

Durch den Entschluß des Karnevalsvereins, die Halle in Eigenregie zu führen und das doch große Risiko zu tragen, blieb in Bübingen der zentrale Ort erhalten, in dem größere private und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Diese Möglichkeit wurde und wird auch mit steigenden Tendenz wahrgenommen.

In der Folgezeit wurden in der Halle in und an der Halle weitere Verbesserungen und Maßnahmen durchgeführt, die den Bestand der Halle und damit des Vereins festigten. So wurde ein Untermieter gefunden, TSC Casino Schwarz-weiß 2000, der auch auf eigene Rechnung Parkett in der Halle verlegen ließ, die Kegelbahnen wurden wieder eröffnet, eine neue Heizung und neue Türen und Fenster rundeten das Bild ab.

In den Folgejahren festigte sich der Karnevalsverein immer weiter und wurde zu einem der größten Vereine und einer festen Größe im öffentlichen Leben des Stadtteils und darüber hinaus.

Im Jahr 2003 feierte der Verein dann, mit großem Erfolg sein 33- jähriges närrisches Jubiläum. Bei dieser Gelegenheit wurde nochmal festgestellt, daß die Übernahme der Festhalle das wohl einschneidenste Erlebnniss in der Geschichte des Vereins war, da der Verein sonst wohl nicht mehr bestünde. All dies wäre jedoch ohne den unermüdlichen Einsatz aller Verantwortlichen und der der Akteure des Vereins nicht möglich gewesen.

2007 übergab dann, nach 26 jähriger Amtszeit, der langjähriger Präsident Joachim Boudier sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Christian Scharping, auf der notwendigen Mitgliederversammlung, ab.

Auf der gleichen Versammlung wurde Joachim Boudier dann von den Mitgliedern zum Ehrenpräsident bestimmt und er hat auch weiterhin seinen im Vereinsvorstand.

Dass dies eine richtige Entscheidung war, hat sich in der Folgezeit schon bewiesen. So wurde in dieser Zeit unter anderem die vereinseigene Gaststätte „Bübinger Treff“ in der Halle eröffnet und die Mitgliederzahl stieg auf die Rekordhöhe von ca. 256 Mitgliedern.

Die Entwickelung des Vereins schritt in den Folgejahren immer weiter voran und die Aktivitäten wuchsen weit über die eigentlichen Aufgaben eines Karnevalsvereins hinaus. Dies brachte für den Präsidenten Christian Scharping, den Vorstand und alle anderen aktiven Mitglieder eine Vielzahl von Aufgaben und Veranstaltungen, die mit Bravour gelöst wurden und so die Weiterentwickelung des Vereins, den Fortbestand und den Weiterbe-

betrieb der Holzäppelhalle gewährleisteten. Als Erfolg für diesen Einsatz konnten die Holzäppel dann am 9.5.2014 zusammen mit zahlreichen Gästen und Gratulanten Ihr "4 x 11 jähriges" Jubiläum in und um die Holzäppelhalle feiern.  

Auch für das Jahr nach dem Jubiläum haben sich die Holzäppel unter dem Motto "venezianische Nächte" für die Session 2015/2016 wieder viel vorgenommen.  

 

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